Seit Beginn der zweiten Amtszeit Donald Trumps haben die USA ihren lange vernachlässigten "südamerikanischen Hinterhof" wieder stärker in den Fokus gerückt. Dabei scheuen sie sich nicht, ihre Interessen durchzusetzen – in Einzelfällen auch unter Missachtung des Völkerrechts wie Anfang 2026 bei der Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro. Vor diesem Hintergrund nehmen die Spannungen mit China zu. Dies hat weitreichende Folgen:
- für die Länder der Region, die auf die veränderte geopolitische Lage reagieren müssen
- für Europa, das die Chance hat, sich als neutraler Partner zu positionieren
- für China, das seine Präsenz in Lateinamerika insbesondere seit dem Beitritt zur Welthandelsorganisation (WTO) 2001 und dem Start der Neuen-Seidenstraßen-Initiative 2013 kontinuierlich ausgebaut hat. Lange konnte Beijing dabei vergleichsweise ungestört agieren.
Quelle: GTaI