Wirtschaftsausblick - Peru (Oktober 2019)

Perus Wirtschaft trotzt dem schwierigen internationalen Umfeld und innenpolitischen Problemen. Im Jahr 2019 dürfte das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts noch bei 2,5 Prozent liegen.

Wirtschaftsentwicklung: Nach schwachem ersten Halbjahr soll das Wachstum wieder anziehen

Im Vergleich zum Jahr 2018 hat Perus Wirtschaft ihr Tempo spürbar gedrosselt. Betrug das Wachstum des Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2018 noch 4 Prozent, so waren es im 1. Halbjahr 2019 laut dem nationalen Statistikamt INEI nur noch 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zu den Ursachen gehörte ein Rückgang der Aktivität im Rohstoffsektor (-1,4 Prozent), der von dem Handelskonflikt USA-China und einem geringeren Kupferpreis betroffen war. Daneben litt das Geschäftsklima aufgrund der politischen Unsicherheit um Präsident Martín Vizcarra.

Zu Jahresbeginn waren die von der Zentralbank BCRP (Banco Central de Reserva del Perú) befragten Ökonomen im Schnitt noch von einem BIP-Wachstum von 4 Prozent für 2019 ausgegangen. Aufgrund der schwachen ersten Jahreshälfte korrigierten sie ihre Prognose auf 2,5 Prozent. Dennoch ist Peru damit nach Kolumbien derzeit das am zweitstärksten wachsende Land unter den großen Volkswirtschaften Lateinamerikas. Auch die Prognose für das Wachstum 2020 fällt im regionalen Vergleich mit 3,1 Prozent stark aus, liegt jedoch unter dem durchschnittlichen BIP-Wachstum der vergangenen zehn Jahre (4,4 Prozent).

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