Kfz-Branche in Lateinamerika drückt aufs Gas

14.06.18 AHK Peru - News-Hauptkategorie, Global News, Global AHK News

In Lateinamerika spielt sich nicht zuletzt aufgrund mangelnder Schienennetze ein Großteil des Verkehrs auf der Straße ab. Sowohl die Produktion als auch Absatz und Export von Kfz entwickeln sich auf den wichtigsten Märkten der Region positiv. Die deutschen Exporte stiegen in den letzten Jahren nur in wenige Länder, legen aber wieder zu.

Der Scotiabank zufolge stiegen die Verkaufszahlen in den südamerikanischen Ländern durchschnittlich um 13 Prozent. Im Oktober 2017 lag der Pkw-Absatz in Südamerika sogar um ein Drittel über dem des Vorjahresmonats - die höchste Steigerung seit April 2013.

Peru motorisiert sich
Auch in Peru sollen die Pkw-Verkäufe in den kommenden Jahren kräftig zulegen. Nach einem leichten Einbruch 2016 ist der Absatz 2017 Schätzungen zufolge um 7 Prozent auf 190.000 Einheiten gestiegen. Aufgrund fehlender Produktion entsprechen in Perus Automobilbranche die Verkaufs- in etwa den Importzahlen. Marktführer sind asiatische Hersteller: Rang 1 belegt Toyota, gefolgt von Kia und Hyundai.

Mit Blick auf Perus Einwohnerzahl ist der Fuhrpark immer noch klein, statistisch gesehen teilen sich zwölf Einwohner ein Auto. Im Nachbarland Chile sind es 3,5 Personen, in Europa 2 und in den USA nur 1,4. Rund 1,6 Millionen Fahrzeuge und damit 60 Prozent des Fuhrparks sind in der 9-Millionen-Metropole Lima gemeldet. Die hohe Dichte ist auch auf das Bevölkerungswachstum der letzten Jahre zurückzuführen, womit der öffentliche Nahverkehr überfordert war.