Borgward versucht Comeback in Deutschland

03.07.18 AHK Peru - News-Hauptkategorie

Oldtimer-Fans haben ihn nie vergessen, nun soll der Name Borgward auch allen anderen deutschen Autofahrern wieder ein Begriff werden. Die Traditionsmarke versucht sich dafür an einem ungewöhnlichen Konzept.

Mit einem chinesischen Investor im Rücken und einer auf Online-Vertrieb ausgerichteten Strategie kehrt der Autobauer Borgward nach Deutschland zurück. Die wiederbelebte Traditionsmarke, bekannt unter anderem für die zur Wirtschaftswunderzeit produzierte 'Isabella', bringt zunächst zwar nur eine limitierte Edition ihres SUV-Modells BX7 auf den Markt. Zusammen mit der Werkstattkette A.T.U aber will Borgward die Branche hierzulande umkrempeln, wie das Unternehmen am Montag an seinem Sitz in Stuttgart ankündigte. Noch im Laufe des Jahres sollen weitere Fahrzeugmodelle an den Start gehen - ohne eigene Autohäuser und Werkstätten.

Borgward war einer der bekanntesten Autohersteller Deutschlands, ging aber Anfang der 1960er-Jahre pleite. Christian Borgward, Enkel des Firmengründers, belebte die Marke wieder. Heute gehört sie zum Lastwagenhersteller Foton, in dessen Heimat China der Autobauer bislang nach eigenen Angaben knapp 100 000 Fahrzeuge absetzen konnte. Auch in Südostasien, Südamerika und im Mittleren Osten sind Borgwards mittlerweile zu haben. Etwa 360.000 Autos könnten pro Jahr in der Fabrik bei Peking vom Band laufen - neben dem BX7 auch der kleinere BX5, zudem soll es bald noch einen BX6 geben. Außerdem peilt der Autobauer weitere Länder in Europa an.