Herausforderungen und Chancen für eine nachhaltige Entwicklung im Rohstoffsektor

Eine sichere, langfristige und bezahlbare Rohstoffversorgung ist für den Industriestandort Deutschland von herausragender Bedeutung. 

Die Bundesregierung hat mit den internationalen Länderkooperationen und mit der Gründung der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) Maßnahmen getroffen, um Unternehmen bei der Rohstoffsicherung und Partnerländer bei der Entwicklung eines nachhaltigen Bergbausektors zu unterstützen. Diese Maßnahmen basieren auf der Deutschen Rohstoffstrategie, die außenpolitische, wirtschaftliche, ökologische und entwicklungspolitische Ziele verbindet. 

Der Bergbau in Peru:
Peru ist eines der rohstoffreichsten Länder Südamerikas, mit einem großen Reichtum insbesondere an mineralischen Rohstoffen. Bei einigen wirtschaftlich bedeutenden metallischen Rohstoffen wie Silber, Kupfer, Zinn und Zink, aber auch bei Blei und Molybdän zählt Peru weltweit zu den vier größten Förderländern. 

Für Deutschland ist Peru daher ein wichtiger Lieferant dieser Rohstoffe und Exportmarkt für Bergbau- und Umwelttechnologien. Im Jahr 2012 wurden Güter im Wert von insgesamt 1,5 Mrd. Euro aus Peru nach Deutschland importiert. Rund 815 Mio. Euro davon waren Importe von mineralischen Rohstoffen, insbesondere NE-Metalle. Auf der anderen Seite betrugen die Ausfuhren deutscher Produkte nach Peru für das Jahr 2012 etwa 1,0 Mrd. Euro. Der überwiegende Teil entfällt hierbei auf Maschinen und Anlagen, Fahrzeuge, Elektrotechnik sowie Mess- und Regeltechnik. Viele dieser Produkte werden im Bergbau eingesetzt.

Peru wurde 2013 als das viertattraktivste Schwellenland für Investitionen eingestuft - hinter der VR China, Korea (Rep.) und Thailand. Der Bergbau konnte 2012 rund 24,5% der ausländischen Direktinvestitionen auf sich vereinen und ist damit die treibende Kraft des Wachstums der peruanischen Wirtschaft. Auch in den kommenden Jahren wird tendenziell ein Wachstum des Rohstoffsektors in Peru erwartet. Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass deutsche Unternehmen von der Entwicklung profitieren können. 

Die vorliegende Studie ist ein gemeinsames Produkt der Deutsch-Peruanischen Industrie- und Handelskammer (AHK Peru), der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) und von Germany Trade & Invest (GTAI). Sie bietet Informationen über den derzeitigen Zustand des peruanischen Rohstoffsektors und die politischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen für ein Engagement im Land.

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Rocío Villaran

Leiterin Marketing
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